LYRIC

Aber wollen wir heben an

Väterlieder (Lied 271, Seite 656) 

 

1. Aber wollen wir heben an,
Diese Ges¡i¡t weiter erzählen tun,
Wie’– Han– Arbeiter tät ergahn,
Al– er am Rheinstrom lag gefangen,
Zu Kürweiler in S¡loß ist’– ergangen.

2. Da er nun für den Bis¡of kam,
S¡i¿t er ein ho¡gelehrten Mann,
Der sollt ihn bekehren auf die Bahn,
Darauf er vor wär’ gestanden,
Zu tun wie andre Leut’ in Landen.

3. Da hat dieser ho¡gelehrte Mann
Si¡ vermessen und vorn Bis¡of reden tun,
Er wöllt’ die Sa¡’ wohl s¡i¿en an,
E– sollt’ ihm ni¡t mißlingen,
Dahin woll’t er’– wohl bringen.

4. Da der Ho¡gelehrt’ kam, ihn bereden wollt’,
Den Diener man au– dem Turm holt,
Auf daß er ihnen folgen sollt.
Auf– Bis¡of– Stuben tät man ihn führen,
Da tät man ihn verhören.

5. Der Ho¡gelehrte wollt’ wissen bald
Sein Namen und waserlei Gestalt
Man ihn also gefangen halt.
Er tät ihm Antwort geben,
Um– Evangelium willen eben.

6. E– war au¡ de– Diener– Frag’ und Begehr,
Zu wissen, von wannen er kommen daher
Und wie au¡ sein Namen wär’.
Da– wollt’ er ihm ni¡t bekennen,
Sein Namen au¡ ni¡t nennen.

7. Der Diener sagt ihm zu der Frist,
Wie’– allweg den Frommen gangen ist,
Die re¡t haben glaubt in Jesum Christ,
Haben viel Trübsal müssen leiden.
Die Welt hat sie tun hassen und neiden.

8. Aber die Welt hat’– allweg getan,
Die fals¡en Propheten lieb, wert und s¡on,
Die sie führen auf der breiten Bahn,
Wie Christu– tut erzählen,
Die breit’ Bahn führt zu der Höllen.

9. Der Ho¡gelehrt’ spra¡: Ihr saget wahr,
Sie müssen sein in großer Gefahr,
Die Christum bekennen offenbar.
Verfolgt müssen sie werden
Allhie auf dieser Erden.

10. Er red’t au¡ weiter derglei¡en mehr
Von Verführern und fals¡en Propheten her,
Die Lügen reden in ihrer Lehr’.
Die haben kein Verfolgung eben
Allhie in diesem Leben.

11. Der Diener geda¡t im Herzen sein,
Wa– für ein Mens¡ muß nur da– sein,
Daß er also gibt Zeugni– fein,
Der Wahrheit tut zufallen,
Red’t wider die fals¡en Propheten allen.

12. Da haben si¡ andere besonnen,
Ihm gesagt, wo dieser Mann herkommen,
Er sei Prediger zu Speier im Tum,
Doktor Lampre¡t ist sein Name,
Von Jesuwitter ein ho¡gelehrter Manne.

13. So hat er den Jesuwitter erkannt,
Der sagt, wär’ au¡ g’wesen in Mährenland,
Zu erfors¡en wa– unsern Glauben belangt,
Denselben zu erfahren,
Drum wär’ er kommen dare.

14. Da hät er wohl tun sehen an Etli¡’ Ding,
Die redli¡ und aufre¡t zugahn.
Der Diener hat ihm aber zeiget an,
Daß wir die Kinder ni¡t taufen,
Drum wär’ er wieder sein– Weg– hing’laufen.

15. Sagt, wie er drüber ers¡ro¿en wär’,
Wie ihm die Red’ wär’ kommen vor,
Hät wohl erkennt, daß ein großer Irrtum wär’.
Denn die Kinder, die hie ohn’ Tauf sterben,
Die müssen alle verderben.

16. Darum sag’ mir den re¡ten Grund,
Da– begehr’ i¡ zu wissen zu dieser Stund’,
Ob ihr den jungen Kindern den Bund
De– Tauf– ab tut s¡lagen,
Wie i¡ oft hab’ hören sagen.

17. Der Diener gab’– ihm wohl zu verstahn,
Sagt ihm den re¡ten Grund darvon,
Daß wir die Kinder ni¡t taufen tun.
Christu– hat’– nie befohlen,
No¡ seine Jünger allzumale.

18. Der Jesuwitter gab Antwort mehr,
Spra¡: O allmä¡tiger Gott und Herr,
Wie ein sehr großer Irrtum e– do¡ wär’,
Die Kinder, die hie kein’ Tauf’ empfangen,
Gott zu s¡auen mögen’– ewig ni¡t erlangen.

19. Der Diener fragt ihn zu der Stund’,
Ob da– wär’ sein Erkenntni– und Grund,
Da bekennt er’– aber einmal mit seinem Mund,
Ein Kind, da– hie kein’ Tauf erlanget,
Muß immer und ewig sein verdammet.

20. Der Diener sagt ihm au– ernstli¡em Mut,
I¡ nehm’ ni¡t da– Bistum um no¡ aller Welt Gut,
Daß i¡ also sollt’ reden wie du,
Verdammest die uns¡uldigen Kinder alle,
Tust Gott in sein Urtel und Geri¡t fallen.

21. Der Diener zeigt ihm au¡ weiter an:
I¡ hab s¡on mit vielen gered’t darvon,
Mit päpstli¡en und zwinglis¡en Prädikanten s¡on,
Da– hab’ i¡ no¡ von keinem vernommen,
Sol¡er fre¡er Mann ist mir nie fürkommen.

22. Ein große Vermessenheit ist e– von dir,
Daß du sol¡’ Reden bringest herfür,
Die uns¡uldige Kinder verdammest sehr.
Sol¡er Prophet tut kein Gnad’ erwerben,
Na¡ dem Gese” hättest du müssen sterben.

23. Da man die Kindlein zu Christo bra¡t,
Niemand da keine– Tauf– geda¡t,
Christu– hat’– drummen ni¡t vera¡t,
Er umfing und liebt sie eben,
Verheißt sol¡en da– ewige Leben.

24. Wer ma¡t eu¡ denn so fre¡ und kühn,
Daß ihr Christo tut reden ein,
Die Kinder, die ni¡t getaufet sein,
Den Christu– verheißt da– Leben,
Die tut ihr verdammen eben.

25. Also hat Christu– geben an,
Die Mens¡en, die sein Wort glaubet han,
Da hat er au¡ befohlen s¡on,
Daß man dieselben soll taufen,
Wenn sie geloben ni¡t mehr zuru¿zaufen.

26. Die Apostel sagen vom re¡ten Grund,
Er ist mit Gott der gewisse Bund,
Wa– der Mens¡ verheißt mit seinem Mund
Gott im Tauf, da– soll er steif halten,
An der Wahrheit unzerspalten.

27. Also haben’– die Apostel erklärt,
Heißen den Tauf da– Wasserbad im Wort
Und au¡ da– Bad der Wiedergeburt,
Darin der Mens¡ si¡ Gott tun begeben,
Hinfür zu dienen in ein’ neuen Leben.

28. Da der Jesuwitter ni¡t– gewinnen konnt’,
Fing er an zu reden von dem Bund
Der Bes¡neidung au– dem G’se” ohn’ Grund,
Wollt’ si¡ ni¡t reimen zu der Sa¡en,
Tät si¡ selbst verwirren und irr ma¡en.

29. Der Diener antwor’t zu der Frist,
Sagt, daß e– wohl zu beweisen ist,
Daß größer Greuel und Abgötterei nie kommen ist
In die Welt, al– der Kindertauf.
Er verführet ein sehr großen Hauf.

30. Die Mens¡en verlassen si¡ hart darauf,
Daß sie haben empfangen den Kindertauf,
Ob sie s¡on gottlo– sein in ihrem Lauf,
Sünd’, S¡alkheit tun verbringen,
Do¡ meinen sie, e– werd’ ihn’ g’lingen.

31. Paulu– sagt au¡ gar klar davon,
Daß kein Ungere¡ter Gotte– Rei¡ erben kann,
Er hab’ dann von Herzen Buß’ getan.
Der Mens¡ soll’– eben merken,
Der Herr vergelt ein’ jeden na¡ sein’ Werken.

32. Der Jesuwitter fing weiter zu reden an,
Spra¡, er sollt’ ihm glauben und folgen tun,
Er sei ein ho¡gelehrter Mann,
In viel Spra¡en wohl erfahren,
Die Geheimni– zu offenbaren.

33. Der Diener gab ihm bald Bes¡eid,
Verglei¡t ihm ein Tor in seiner Wei–heit.
Paulu– sagt, e– sei au¡ bereit,
Daß sie Gott hat vera¡tet,
Ihr Wei–heit zu Torheit gema¡et.

34. Der Diener sagt dem Jesuwitter mehr,
Dein Wei–heit ma¡t ges¡wollen sehr,
Ist nur ein Pra¡t und fals¡e Lehr.
Göttli¡ Zu¡t tut man zu Rom ni¡t finden,
Auf den hohen S¡ulen zu Speier ni¡t verkünden.

35. Der Jesuwitter hielt weiter an,
Spra¡: Ein gut Vertrauen i¡ zu dir han,
Du werdest di¡ no¡ bekehren tun,
Gott von Herzen loben darummen,
Daß i¡ zu dir bin kommen.

36. Der Diener zeigt ihm deutli¡ und klar,
Gott will i¡ bitten immerdar,
Daß er mi¡ vor dein’ fals¡en Rat bewahr’.
Hab’ dir– zu wissen tune,
Du magst mein wohl müßig gane.

37. Der Diener zeigt ihm weiter an,
Spra¡: Du, no¡ kein Mens¡, werd’– erleben tun,
Daß ihr mein Fall werd’ s¡auen an,
Erfreut darüber zu werden
Wohl hie auf dieser Erden.

38. Die Wahrheit hat mi¡ frei gema¡t,
In Gotte– S¡u” bin i¡ Tag und Na¡t,
Dein Lehr’ halt’ i¡ für Flu¡ und Pra¡t,
Du sollst mi¡ ni¡t verwirren,
Mit Gotte– Hilf’ will i¡– au–führen.

39. Na¡ diesem ist er gangen hin,
Über a¡t Tag kam er wieder zu ihm,
Fragt ihn, wie er’– nun hätt im Sinn,
Hofft, er werd’ s¡wa¡ werden im Glauben,
Auf daß er sein’ Hoffnung mö¡t’ rauben.

40. Der Diener zeigt ihm weiter an,
Spra¡: Wie i¡ dir vor gesaget han,
Darbei will i¡ mit Gotte– Hilf’ bestan.
I¡ zweifle ni¡t an Gotte– Zusage,
Du darfst ni¡t weiter fragen.

41. Ein s¡öner S¡a” ist mir gezeiget an,
Den i¡ no¡ ni¡t empfangen han,
Je”t aber bin i¡ auf der Bahn,
Denselben zu überkommen,
Mit all Auserwählten und Frommen.

42. Der Jesuwitter fuhr weiter für,
Er su¡t die S¡rift wohl hin und her,
Ob er ihn mö¡te ma¡en irr.
Er mö¡t’ ihn aber ni¡t bewegen,
Mit Grund der Wahrheit tät’– ihm wiederlegen.

43. Der Diener straft ihn offenbar
Vorm Hauptmann, S¡ulthe– und wer da war,
Hielt ihm sein fals¡e Verführung für,
Die er ihm tät bezeugen,
Da– er offentli¡ tät leugnen.

44. Denn er hatte si¡ rühmen tun,
Daß er ihn hätt überwinden s¡on,
Konnt’ do¡ mit keinem Wort bestan,
Sein Red’ war nur Betruge.
Darum straft er ihn der Lugen.

45. Der Jesuwitter hielt ihm den Henker für,
Spra¡: Dreimal bin i¡ nun kommen zu dir
Und keinmal willst du folgen mir,
Man wird dir– ni¡t tun s¡enken,
Im Rhein wird man di¡ ertränken.

46. Der Diener spra¡: Ges¡eh’ Gotte– Will’,
Dem begehr’ i¡ allzeit zu halten still,
Lieber heut’ denn morgen ergreifen da– Ziel.
Wenn Henker, Bis¡of und der Teufel dastunden,
So hoff’ i¡, Gott werd’ mir helfen überwinden.

47. Wie sie mit dem Diener gehandelt han,
Also haben’– au¡ mit dem Heinri¡ getan,
Ihn vielfältig gesu¡et an.
Er ließ si¡ aber ni¡t abtreiben,
In seiner Hoffnung tät er steif bleiben.

48. Sol¡ Kühnheit tut in Glauben bestan,
Wie e– ni¡t au– dem Fleis¡ tut gan,
Sondern von Gott ist geri¡tet an.
So tut’– den Frommen gelingen,
Über die Mauer mit David zu springen.

49. Gott, dir gebührt allein die Ehr’,
Lob und Dank wollen wir sagen dir,
Der du Jona– au– Wallfis¡– Bau¡ bringst herfür,
Den Völkern zu verkünden,
Daß sie Buß’ tun von ihren Sünden.

50. O Gott, würdig’ un– zur ewigen Freud’,
Gib Gnad’, daß wir all Stund’ sein bereit,
Wenn s¡ier herbeikommet die Zeit,
Daß wir mit dem Tod sollen ringen,
Laß un– dur¡ Christum gelingen.
Amen.

1. Aber wollen wir heben an,
Diese Ges¡i¡t weiter erzählen tun,
Wie’– Han– Arbeiter tät ergahn,
Al– er am Rheinstrom lag gefangen,
Zu Kürweiler in S¡loß ist’– ergangen.

2. Da er nun für den Bis¡of kam,
S¡i¿t er ein ho¡gelehrten Mann,
Der sollt ihn bekehren auf die Bahn,
Darauf er vor wär’ gestanden,
Zu tun wie andre Leut’ in Landen.

3. Da hat dieser ho¡gelehrte Mann
Si¡ vermessen und vorn Bis¡of reden tun,
Er wöllt’ die Sa¡’ wohl s¡i¿en an,
E– sollt’ ihm ni¡t mißlingen,
Dahin woll’t er’– wohl bringen.

4. Da der Ho¡gelehrt’ kam, ihn bereden wollt’,
Den Diener man au– dem Turm holt,
Auf daß er ihnen folgen sollt.
Auf– Bis¡of– Stuben tät man ihn führen,
Da tät man ihn verhören.

5. Der Ho¡gelehrte wollt’ wissen bald
Sein Namen und waserlei Gestalt
Man ihn also gefangen halt.
Er tät ihm Antwort geben,
Um– Evangelium willen eben.

6. E– war au¡ de– Diener– Frag’ und Begehr,
Zu wissen, von wannen er kommen daher
Und wie au¡ sein Namen wär’.
Da– wollt’ er ihm ni¡t bekennen,
Sein Namen au¡ ni¡t nennen.

7. Der Diener sagt ihm zu der Frist,
Wie’– allweg den Frommen gangen ist,
Die re¡t haben glaubt in Jesum Christ,
Haben viel Trübsal müssen leiden.
Die Welt hat sie tun hassen und neiden.

8. Aber die Welt hat’– allweg getan,
Die fals¡en Propheten lieb, wert und s¡on,
Die sie führen auf der breiten Bahn,
Wie Christu– tut erzählen,
Die breit’ Bahn führt zu der Höllen.

9. Der Ho¡gelehrt’ spra¡: Ihr saget wahr,
Sie müssen sein in großer Gefahr,
Die Christum bekennen offenbar.
Verfolgt müssen sie werden
Allhie auf dieser Erden.

10. Er red’t au¡ weiter derglei¡en mehr
Von Verführern und fals¡en Propheten her,
Die Lügen reden in ihrer Lehr’.
Die haben kein Verfolgung eben
Allhie in diesem Leben.

11. Der Diener geda¡t im Herzen sein,
Wa– für ein Mens¡ muß nur da– sein,
Daß er also gibt Zeugni– fein,
Der Wahrheit tut zufallen,
Red’t wider die fals¡en Propheten allen.

12. Da haben si¡ andere besonnen,
Ihm gesagt, wo dieser Mann herkommen,
Er sei Prediger zu Speier im Tum,
Doktor Lampre¡t ist sein Name,
Von Jesuwitter ein ho¡gelehrter Manne.

13. So hat er den Jesuwitter erkannt,
Der sagt, wär’ au¡ g’wesen in Mährenland,
Zu erfors¡en wa– unsern Glauben belangt,
Denselben zu erfahren,
Drum wär’ er kommen dare.

14. Da hät er wohl tun sehen an Etli¡’ Ding,
Die redli¡ und aufre¡t zugahn.
Der Diener hat ihm aber zeiget an,
Daß wir die Kinder ni¡t taufen,
Drum wär’ er wieder sein– Weg– hing’laufen.

15. Sagt, wie er drüber ers¡ro¿en wär’,
Wie ihm die Red’ wär’ kommen vor,
Hät wohl erkennt, daß ein großer Irrtum wär’.
Denn die Kinder, die hie ohn’ Tauf sterben,
Die müssen alle verderben.

16. Darum sag’ mir den re¡ten Grund,
Da– begehr’ i¡ zu wissen zu dieser Stund’,
Ob ihr den jungen Kindern den Bund
De– Tauf– ab tut s¡lagen,
Wie i¡ oft hab’ hören sagen.

17. Der Diener gab’– ihm wohl zu verstahn,
Sagt ihm den re¡ten Grund darvon,
Daß wir die Kinder ni¡t taufen tun.
Christu– hat’– nie befohlen,
No¡ seine Jünger allzumale.

18. Der Jesuwitter gab Antwort mehr,
Spra¡: O allmä¡tiger Gott und Herr,
Wie ein sehr großer Irrtum e– do¡ wär’,
Die Kinder, die hie kein’ Tauf’ empfangen,
Gott zu s¡auen mögen’– ewig ni¡t erlangen.

19. Der Diener fragt ihn zu der Stund’,
Ob da– wär’ sein Erkenntni– und Grund,
Da bekennt er’– aber einmal mit seinem Mund,
Ein Kind, da– hie kein’ Tauf erlanget,
Muß immer und ewig sein verdammet.

20. Der Diener sagt ihm au– ernstli¡em Mut,
I¡ nehm’ ni¡t da– Bistum um no¡ aller Welt Gut,
Daß i¡ also sollt’ reden wie du,
Verdammest die uns¡uldigen Kinder alle,
Tust Gott in sein Urtel und Geri¡t fallen.

21. Der Diener zeigt ihm au¡ weiter an:
I¡ hab s¡on mit vielen gered’t darvon,
Mit päpstli¡en und zwinglis¡en Prädikanten s¡on,
Da– hab’ i¡ no¡ von keinem vernommen,
Sol¡er fre¡er Mann ist mir nie fürkommen.

22. Ein große Vermessenheit ist e– von dir,
Daß du sol¡’ Reden bringest herfür,
Die uns¡uldige Kinder verdammest sehr.
Sol¡er Prophet tut kein Gnad’ erwerben,
Na¡ dem Gese” hättest du müssen sterben.

23. Da man die Kindlein zu Christo bra¡t,
Niemand da keine– Tauf– geda¡t,
Christu– hat’– drummen ni¡t vera¡t,
Er umfing und liebt sie eben,
Verheißt sol¡en da– ewige Leben.

24. Wer ma¡t eu¡ denn so fre¡ und kühn,
Daß ihr Christo tut reden ein,
Die Kinder, die ni¡t getaufet sein,
Den Christu– verheißt da– Leben,
Die tut ihr verdammen eben.

25. Also hat Christu– geben an,
Die Mens¡en, die sein Wort glaubet han,
Da hat er au¡ befohlen s¡on,
Daß man dieselben soll taufen,
Wenn sie geloben ni¡t mehr zuru¿zaufen.

26. Die Apostel sagen vom re¡ten Grund,
Er ist mit Gott der gewisse Bund,
Wa– der Mens¡ verheißt mit seinem Mund
Gott im Tauf, da– soll er steif halten,
An der Wahrheit unzerspalten.

27. Also haben’– die Apostel erklärt,
Heißen den Tauf da– Wasserbad im Wort
Und au¡ da– Bad der Wiedergeburt,
Darin der Mens¡ si¡ Gott tun begeben,
Hinfür zu dienen in ein’ neuen Leben.

28. Da der Jesuwitter ni¡t– gewinnen konnt’,
Fing er an zu reden von dem Bund
Der Bes¡neidung au– dem G’se” ohn’ Grund,
Wollt’ si¡ ni¡t reimen zu der Sa¡en,
Tät si¡ selbst verwirren und irr ma¡en.

29. Der Diener antwor’t zu der Frist,
Sagt, daß e– wohl zu beweisen ist,
Daß größer Greuel und Abgötterei nie kommen ist
In die Welt, al– der Kindertauf.
Er verführet ein sehr großen Hauf.

30. Die Mens¡en verlassen si¡ hart darauf,
Daß sie haben empfangen den Kindertauf,
Ob sie s¡on gottlo– sein in ihrem Lauf,
Sünd’, S¡alkheit tun verbringen,
Do¡ meinen sie, e– werd’ ihn’ g’lingen.

31. Paulu– sagt au¡ gar klar davon,
Daß kein Ungere¡ter Gotte– Rei¡ erben kann,
Er hab’ dann von Herzen Buß’ getan.
Der Mens¡ soll’– eben merken,
Der Herr vergelt ein’ jeden na¡ sein’ Werken.

32. Der Jesuwitter fing weiter zu reden an,
Spra¡, er sollt’ ihm glauben und folgen tun,
Er sei ein ho¡gelehrter Mann,
In viel Spra¡en wohl erfahren,
Die Geheimni– zu offenbaren.

33. Der Diener gab ihm bald Bes¡eid,
Verglei¡t ihm ein Tor in seiner Wei–heit.
Paulu– sagt, e– sei au¡ bereit,
Daß sie Gott hat vera¡tet,
Ihr Wei–heit zu Torheit gema¡et.

34. Der Diener sagt dem Jesuwitter mehr,
Dein Wei–heit ma¡t ges¡wollen sehr,
Ist nur ein Pra¡t und fals¡e Lehr.
Göttli¡ Zu¡t tut man zu Rom ni¡t finden,
Auf den hohen S¡ulen zu Speier ni¡t verkünden.

35. Der Jesuwitter hielt weiter an,
Spra¡: Ein gut Vertrauen i¡ zu dir han,
Du werdest di¡ no¡ bekehren tun,
Gott von Herzen loben darummen,
Daß i¡ zu dir bin kommen.

36. Der Diener zeigt ihm deutli¡ und klar,
Gott will i¡ bitten immerdar,
Daß er mi¡ vor dein’ fals¡en Rat bewahr’.
Hab’ dir– zu wissen tune,
Du magst mein wohl müßig gane.

37. Der Diener zeigt ihm weiter an,
Spra¡: Du, no¡ kein Mens¡, werd’– erleben tun,
Daß ihr mein Fall werd’ s¡auen an,
Erfreut darüber zu werden
Wohl hie auf dieser Erden.

38. Die Wahrheit hat mi¡ frei gema¡t,
In Gotte– S¡u” bin i¡ Tag und Na¡t,
Dein Lehr’ halt’ i¡ für Flu¡ und Pra¡t,
Du sollst mi¡ ni¡t verwirren,
Mit Gotte– Hilf’ will i¡– au–führen.

39. Na¡ diesem ist er gangen hin,
Über a¡t Tag kam er wieder zu ihm,
Fragt ihn, wie er’– nun hätt im Sinn,
Hofft, er werd’ s¡wa¡ werden im Glauben,
Auf daß er sein’ Hoffnung mö¡t’ rauben.

40. Der Diener zeigt ihm weiter an,
Spra¡: Wie i¡ dir vor gesaget han,
Darbei will i¡ mit Gotte– Hilf’ bestan.
I¡ zweifle ni¡t an Gotte– Zusage,
Du darfst ni¡t weiter fragen.

41. Ein s¡öner S¡a” ist mir gezeiget an,
Den i¡ no¡ ni¡t empfangen han,
Je”t aber bin i¡ auf der Bahn,
Denselben zu überkommen,
Mit all Auserwählten und Frommen.

42. Der Jesuwitter fuhr weiter für,
Er su¡t die S¡rift wohl hin und her,
Ob er ihn mö¡te ma¡en irr.
Er mö¡t’ ihn aber ni¡t bewegen,
Mit Grund der Wahrheit tät’– ihm wiederlegen.

43. Der Diener straft ihn offenbar
Vorm Hauptmann, S¡ulthe– und wer da war,
Hielt ihm sein fals¡e Verführung für,
Die er ihm tät bezeugen,
Da– er offentli¡ tät leugnen.

44. Denn er hatte si¡ rühmen tun,
Daß er ihn hätt überwinden s¡on,
Konnt’ do¡ mit keinem Wort bestan,
Sein Red’ war nur Betruge.
Darum straft er ihn der Lugen.

45. Der Jesuwitter hielt ihm den Henker für,
Spra¡: Dreimal bin i¡ nun kommen zu dir
Und keinmal willst du folgen mir,
Man wird dir– ni¡t tun s¡enken,
Im Rhein wird man di¡ ertränken.

46. Der Diener spra¡: Ges¡eh’ Gotte– Will’,
Dem begehr’ i¡ allzeit zu halten still,
Lieber heut’ denn morgen ergreifen da– Ziel.
Wenn Henker, Bis¡of und der Teufel dastunden,
So hoff’ i¡, Gott werd’ mir helfen überwinden.

47. Wie sie mit dem Diener gehandelt han,
Also haben’– au¡ mit dem Heinri¡ getan,
Ihn vielfältig gesu¡et an.
Er ließ si¡ aber ni¡t abtreiben,
In seiner Hoffnung tät er steif bleiben.

48. Sol¡ Kühnheit tut in Glauben bestan,
Wie e– ni¡t au– dem Fleis¡ tut gan,
Sondern von Gott ist geri¡tet an.
So tut’– den Frommen gelingen,
Über die Mauer mit David zu springen.

49. Gott, dir gebührt allein die Ehr’,
Lob und Dank wollen wir sagen dir,
Der du Jona– au– Wallfis¡– Bau¡ bringst herfür,
Den Völkern zu verkünden,
Daß sie Buß’ tun von ihren Sünden.

50. O Gott, würdig’ un– zur ewigen Freud’,
Gib Gnad’, daß wir all Stund’ sein bereit,
Wenn s¡ier herbeikommet die Zeit,
Daß wir mit dem Tod sollen ringen,
Laß un– dur¡ Christum gelingen.
Amen.

 

1. Aber wollen wir heben an,
Diese Geschicht weiter erzählen tun,
Wie’s Hans Arbeiter tät ergahn,
Als er am Rheinstrom lag gefangen,
Zu Kürweiler in Schloß ist’s ergangen.

2. Da er nun für den Bischof kam,
Schickt er ein hochgelehrten Mann,
Der sollt ihn bekehren auf die Bahn,
Darauf er vor wär’ gestanden,
Zu tun wie andre Leut’ in Landen.

3. Da hat dieser hochgelehrte Mann
Sich vermessen und vorn Bischof reden tun,
Er wöllt’ die Sach’ wohl schicken an,
Es sollt’ ihm nicht mißlingen,
Dahin woll’t er’s wohl bringen.

4. Da der Hochgelehrt’ kam, ihn bereden wollt’,
Den Diener man aus dem Turm holt,
Auf daß er ihnen folgen sollt.
Aufs Bischofs Stuben tät man ihn führen,
Da tät man ihn verhören.

5. Der Hochgelehrte wollt’ wissen bald
Sein Namen und waserlei Gestalt
Man ihn also gefangen halt.
Er tät ihm Antwort geben,
Ums Evangelium willen eben.

6. Es war auch des Dieners Frag’ und Begehr,
Zu wissen, von wannen er kommen daher
Und wie auch sein Namen wär’.
Das wollt’ er ihm nicht bekennen,
Sein Namen auch nicht nennen.

7. Der Diener sagt ihm zu der Frist,
Wie’s allweg den Frommen gangen ist,
Die recht haben glaubt in Jesum Christ,
Haben viel Trübsal müssen leiden.
Die Welt hat sie tun hassen und neiden.

8. Aber die Welt hat’s allweg getan,
Die falschen Propheten lieb, wert und schon,
Die sie führen auf der breiten Bahn,
Wie Christus tut erzählen,
Die breit’ Bahn führt zu der Höllen.

9. Der Hochgelehrt’ sprach: Ihr saget wahr,
Sie müssen sein in großer Gefahr,
Die Christum bekennen offenbar.
Verfolgt müssen sie werden
Allhie auf dieser Erden.

10. Er red’t auch weiter dergleichen mehr
Von Verführern und falschen Propheten her,
Die Lügen reden in ihrer Lehr’.
Die haben kein Verfolgung eben
Allhie in diesem Leben.

11. Der Diener gedacht im Herzen sein,
Was für ein Mensch muß nur das sein,
Daß er also gibt Zeugnis fein,
Der Wahrheit tut zufallen,
Red’t wider die falschen Propheten allen.

12. Da haben sich andere besonnen,
Ihm gesagt, wo dieser Mann herkommen,
Er sei Prediger zu Speier im Tum,
Doktor Lamprecht ist sein Name,
Von Jesuwitter ein hochgelehrter Manne.

13. So hat er den Jesuwitter erkannt,
Der sagt, wär’ auch g’wesen in Mährenland,
Zu erforschen was unsern Glauben belangt,
Denselben zu erfahren,
Drum wär’ er kommen dare.

14. Da hät er wohl tun sehen an Etlich’ Ding,
Die redlich und aufrecht zugahn.
Der Diener hat ihm aber zeiget an,
Daß wir die Kinder nicht taufen,
Drum wär’ er wieder seins Wegs hing’laufen.

15. Sagt, wie er drüber erschrocken wär’,
Wie ihm die Red’ wär’ kommen vor,
Hät wohl erkennt, daß ein großer Irrtum wär’.
Denn die Kinder, die hie ohn’ Tauf sterben,
Die müssen alle verderben.

16. Darum sag’ mir den rechten Grund,
Das begehr’ ich zu wissen zu dieser Stund’,
Ob ihr den jungen Kindern den Bund
Des Taufs ab tut schlagen,
Wie ich oft hab’ hören sagen.

17. Der Diener gab’s ihm wohl zu verstahn,
Sagt ihm den rechten Grund darvon,
Daß wir die Kinder nicht taufen tun.
Christus hat’s nie befohlen,
Noch seine Jünger allzumale.

18. Der Jesuwitter gab Antwort mehr,
Sprach: O allmächtiger Gott und Herr,
Wie ein sehr großer Irrtum es doch wär’,
Die Kinder, die hie kein’ Tauf’ empfangen,
Gott zu schauen mögen’s ewig nicht erlangen.

19. Der Diener fragt ihn zu der Stund’,
Ob das wär’ sein Erkenntnis und Grund,
Da bekennt er’s aber einmal mit seinem Mund,
Ein Kind, das hie kein’ Tauf erlanget,
Muß immer und ewig sein verdammet.

20. Der Diener sagt ihm aus ernstlichem Mut,
Ich nehm’ nicht das Bistum noch aller Welt Gut,
Daß ich also sollt’ reden wie du,
Verdammest die unschuldigen Kinder alle,
Tust Gott in sein Urtel und Gericht fallen.

21. Der Diener zeigt ihm auch weiter an:
Ich hab schon mit vielen gered’t darvon,
Mit päpstlichen und zwinglischen Prädikanten schon,
Das hab’ ich noch von keinem vernommen,
Solcher frecher Mann ist mir nie fürkommen.

22. Ein große Vermessenheit ist es von dir,
Daß du solch’ Reden bringest herfür,
Die unschuldige Kinder verdammest sehr.
Solcher Prophet tut kein Gnad’ erwerben,
Nach dem Gesetz hättest du müssen sterben.

23. Da man die Kindlein zu Christo bracht,
Niemand da keines Taufs gedacht,
Christus hat’s drummen nicht veracht,
Er umfing und liebt sie eben,
Verheißt solchen das ewige Leben.

24. Wer macht euch denn so frech und kühn,
Daß ihr Christo tut reden ein,
Die Kinder, die nicht getaufet sein,
Den Christus verheißt das Leben,
Die tut ihr verdammen eben.

25. Also hat Christus geben an,
Die Menschen, die sein Wort glaubet han,
Da hat er auch befohlen schon,
Daß man dieselben soll taufen,
Wenn sie geloben nicht mehr zuruckzaufen.

26. Die Apostel sagen vom rechten Grund,
Er ist mit Gott der gewisse Bund,
Was der Mensch verheißt mit seinem Mund
Gott im Tauf, das soll er steif halten,
An der Wahrheit unzerspalten.

27. Also haben’s die Apostel erklärt,
Heißen den Tauf das Wassserbad im Wort
Und auch das Bad der Wiedergeburt,
Darin der Mensch sich Gott tun begeben,
Hinfür zu dienen in ein’ neuen Leben.

28. Da der Jesuwitter nichts gewinnen konnt’,
Fing er an zu reden von dem Bund
Der Beschneidung aus dem G’setz ohn’ Grund,
Wollt’ sich nicht reimen zu der Sachen,
Tät sich selbst verwirren und irr machen.

29. Der Diener antwor’t zu der Frist,
Sagt, daß es wohl zu beweisen ist,
Daß größer Greuel und Abgötterei nie kommen ist
In die Welt, als der Kindertauf.
Er verführet ein sehr großen Hauf.

30. Die Menschen verlassen sich hart darauf,
Daß sie haben empfangen den Kindertauf,
Ob sie schon gottlos sein in ihrem Lauf,
Sünd’, Schalkheit tun verbringen,
Doch meinen sie, es werd’ ihn’ g’lingen.

31. Paulus sagt auch gar klar davon,
Daß kein Ungerechter Gottes Reich erben kann,
Er hab’ dann von Herzen Buß’ getan.
Der Mensch soll’s eben merken,
Der Herr vergelt ein’ jeden nach sein’ Werken.

32. Der Jesuwitter fing weiter zu reden an,
Sprach, er sollt’ ihm glauben und folgen tun,
Er sei ein hochgelehrter Mann,
In viel Sprachen wohl erfahren,
Die Geheimnis zu offenbaren.

33. Der Diener gab ihm bald Bescheid,
Vergleicht ihm ein Tor in seiner Weisheit.
Paulus sagt, es sei auch bereit,
Daß sie Gott hat verachtet,
Ihr Weisheit zu Torheit gemachet.

34. Der Deiner sagt dem Jesuwitter mehr,
Dein Weisheit macht geschwollen sehr,
Ist nur ein Pracht und falsche Lehr.
Göttlich Zucht tut man zu Rom nicht finden,
Auf den hohen Schulen zu Speier nicht verkünden.

35. Der Jesuwitter hielt weiter an,
Sprach: Ein gut Vertrauen ich zu dir han,
Du werdest dich noch bekehren tun,
Gott von Herzen loben darummen,
Daß ich zu dir bin kommen.

36. Der Diener zeigt ihm deutlich und klar,
Gott will ich bitten immerdar,
Daß er mich vor dein’ falschen Rat bewahr’.
Hab’ dirs zu wissen tune,
Du magst mein wohl müßig gane.

37. Der Diener zeigt ihm weiter an,
Sprach: Du, noch kein Mensch, werd’s erleben tun,
Daß ihr mein Fall werd’ schauen an,
Erfreut darüber zu werden
Wohl hie auf dieser Erden.

38. Die Wahrheit hat mich frei gemacht,
In Gottes Schutz bin ich Tag und Nacht,
Dein Lehr’ halt’ ich für Fluch und Pracht,
Du sollst mich nicht verwirren,
Mit Gottes Hilf’ will ichs ausführen.

39. Nach diesem ist er gangen hin,
Über acht Tag kam er wieder zu ihm,
Fragt ihn, wie er’s nun hätt im Sinn,
Hofft, er werd’ schwach werden im Glauben,
Auf daß er sein’ Hoffnung möcht’ rauben.

40. Der Diener zeigt ihm weiter an,
Sprach: Wie ich dir vor gesaget han,
Darbei will ich mit Gottes Hilf’ bestan.
Ich zweifle nicht an Gottes Zusage,
Du darfst nicht weiter fragen.

41. Ein schöner Schatz ist mir gezeiget an,
Den ich noch nicht empfangen han,
Jetzt aber bin ich auf der Bahn,
Denselben zu überkommen,
Mit all Auserwählten und Frommen.

42. Der Jesuwitter fuhr weiter für,
Er sucht die Schrift wohl hin und her,
Ob er ihn möchte machen irr.
Er möcht’ ihn aber nicht bewegen,
Mit Grund der Wahrheit tät’s ihm wiederlegen.

43. Der Diener straft ihn offenbar
Vorm Hauptmann, Schulthes und wer da war,
Hielt ihm sein falsche Verführung für,
Die er ihm tät bezeugen,
Das er offentlich tät leugnen.

44. Denn er hatte sich rühmen tun,
Daß er ihn hätt überwinden schon,
Konnt’ doch mit keinem Wort bestan,
Sein Red’ war nur Betruge.
Darum straft er ihn der Lugen.

45. Der Jesuwitter hielt ihm den Henker für,
Sprach: Dreimal bin ich nun kommen zu dir
Und keinmal willst du folgen mir,
Man wird dirs nicht tun schenken,
Im Rhein wird man dich ertränken.

46. Der Diener sprach: Gescheh’ Gottes Will’,
Dem begehr’ ich allzeit zu halten still,
Lieber heut’ denn morgen ergreifen das Ziel.
Wenn Henker, Bischof und der Teufel dastunden,
So hoff’ ich, Gott werd’ mir helfen überwinden.

47. Wie sie mit dem Diener gehandelt han,
Also haben’s auch mit dem Heinrich getan,
Ihn vielfältig gesuchet an.
Er ließ sich aber nicht abtreiben,
In seiner Hoffnung tät er steif bleiben.

48. Solch Kühnheit tut in Glauben bestan,
Wie es nicht aus dem Fleisch tut gan,
Sondern von Gott ist gerichtet an.
So tut’s den Frommen gelingen,
Über die Mauer mit David zu springen.

49. Gott, dir gebührt allein die Ehr’,
Lob und Dank wollen wir sagen dir,
Der du Jonas aus Wallfischs Bauch bringst herfür,
Den Völkern zu verkünden,
Daß sie Buß’ tun von ihren Sünden.

50. O Gott, würdig’ uns zur ewigen Freud’,
Gib Gnad’, daß wir all Stund’ sein bereit,
Wenn schier herbeikommet die Zeit,
Daß wir mit dem Tod sollen ringen,
Laß uns durch Christum gelingen.

Amen.

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DT

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