LYRIC

A¡ Gott Ist no¡ dein Geist

1. A¡ Gott! ist no¡ dein Geist bei mir,
Der mir kann Zeugniß geben,
I¡ sei dein Kind? I¡ zweifle s¡ier
Wenn i¡ bes¡au’ mein Leben;
Ni¡t– ist an mir, da– mi¡ en”ünd’t,
In wahrer Buß’ zu sein gesinnt,
Wie du von mir begehrest.

2. Den guten Geist, den du mir hast
Verspro¡en, mi¡ zu führen,
Treib’ i¡ von mir, und halt’– für Last
Sein himmlis¡e– Regieren.
Die Freud’ in Gott, die wahre Ruh’,
Kann i¡ mir nimmer eig’nen zu,
Weil nur mein Fleis¡ mi¡ leitet.

3. Du bist ein ho¡erhab’ner Gott,
Der alle– wohl regieret,
Du dräuest Straf’ und ew’gen Tod,
Wie Sündern ja gebühret;
Da– alle–, leider! a¡t’ i¡ ni¡t,
Den Ri¡ter weiß i¡, da– Geri¡t
Will i¡ do¡ ni¡t erwägen.

4. Die vielen Gaben dieser Welt
Lieb’ i¡ mehr al– den Geber.
Pra¡t, Hoheit, Ehre, Wollust, Geld
Da– sind die s¡nöden Träber,
Wona¡ i¡ meine Wüns¡e stell’,
Worüber i¡ die wahre Quell,
Di¡, meinen Gott verliere.

5. I¡ meine zwar, i¡ liebe di¡,
Wüns¡’ au¡ dein Gegenlieben;
Wa– aber s¡eidet mi¡ und di¡,
S¡eu’ i¡ mi¡ ni¡t zu üben;
I¡ halte di¡ für meinen Gott,
Will do¡ ni¡t halten dein Gebot,
En”ieh’ mi¡ deinem Jo¡e.

6. Du gabst au– Lieb’ mir deinen Sohn,
Mi¡ Armen zu erlösen;
Wa– geb’ i¡ dir für einen Lohn?
I¡ laufe na¡ dem Bösen.
Die Sünden, die du hast verbannt,
In die bin i¡ so sehr entbrannt,
Daß i¡ dein gar vergesse.

7. Ja, großer Gott! e– saget mir
Der Zeuge, mein Gewissen:
I¡ geb’ dir ni¡t–, i¡ raube dir
Die Seel’, die du gerissen
Mit sol¡er Müh’ au– ihrer Noth,
I¡ stürz’ sie willig in den Tod,
Verrath’ sie deinen Feinden.

8. Die Gaben, die von deiner Hand
I¡ dankbar soll empfangen,
Die sind’–, die mi¡ von dir gewandt,
Die sind nur mein Verlangen;
Mein Geist klebt dieser Erden an,
Daß er si¡ ni¡t aufs¡wingen kann
Zum Ursprung seine– Wesen–.

9. A¡t daß mein Herz so irdis¡ ist,
Dur¡ Eitelkeit verdorben,
Dazu voll Ärger, Tü¿’ und List,
Zum Guten gar erstorben!
Herr, mein, ni¡t dein, ist diese S¡uld,
Do¡ laß na¡ deiner Vaterhuld
Mi¡ Gnad’ und Rettung finden.

10. Zerknirs¡’, zermalme meinen Sinn,
Wie du hast angefangen!
Hab’ du mein ganze– Herze inn’
Und laß mi¡ Heil erlangen;
Da– Heil, da– mir Vergebung bringt
Und mi¡ zur Heiligung dur¡dringt
Au– Christi Tod und Wunden.

11. Den guten Geist, den i¡ nunmehr
So lange ni¡t gefühlet,
Laß mir do¡ wieder kommen her,
Und steu’re dem, der zielet
Auf meinen Untergang und Tod,
Sonst fällt voll S¡re¿en–angst und Noth
Die Seel’ in da– Verderben.

12. Laß ni¡t der vielen Sünden Wust
Mi¡ gar kleinmüthig ma¡en;
De– Sünder– Reu’ ist deine Lust,
Der Engel Freud’ und La¡en.
Dein guter Geist geb für und für
Ein Zeugniß meinem Geist in mir,
Daß i¡ dein Kind und Erbe.

1. Ach Gott! ist noch dein Geist bei mir,
Der mir kann Zeugniss geben,
Ich sei dein Kind? Ich zweifle schier
Wenn ich beschau’ mein Leben;
Nichts ist an mir, das mich entzünd’t,
In wahrer Buss’ zu sein gesinnt,
Wie du von mir begehrest.

2. Den guten Geist, den du mir hast
Versprochen, mich zu führen,
Treib’ ich von mir, und halt’s für Last
Sein himmlisches Regieren.
Die Freud’ in Gott, die wahre Ruh’,
Kann ich mir nimmer eig’nen zu,
Weil nur mein Fleisch mich leitet.

3. Du bist ein hocherhab’ner Gott,
Der alles wohl regieret,
Du dräuest Straf’ und ew’gen Tod,
Wie Sündern ja gebühret;
Das alles, leider! acht’ ich nicht,
Den Richter weiss ich, das Gericht
Will ich doch nicht erwägen.

4. Die vielen Gaben dieser Welt
Lieb’ ich mehr als den Geber.
Pracht, Hoheit, Ehre, Wollust, Geld
Das sind die schnöden Träber,
Wonach ich meine Wünsche stell’,
Worüber ich die wahre Quell,
Dich, meinen Gott verliere.

5. Ich meine zwar, ich liebe dich,
Wünsch’ auch dein Gegenlieben;
Was aber scheidet mich und dich,
Scheu’ ich mich nicht zu üben;
Ich halte dich für meinen Gott,
Will doch nicht halten dein Gebot,
Entzieh’ mich deinem Joche.

6. Du gabst aus Lieb’ mir deinen Sohn,
Mich Armen zu erlösen;
Was geb’ ich dir für einen Lohn?
Ich laufe nach dem Bösen.
Die Sünden, die du hast verbannt,
In die bin ich so sehr entbrannt,
Dass ich dein gar vergesse.

7. Ja, grosser Gott! es saget mir
Der Zeuge, mein Gewissen:
Ich geb’ dir nichts, ich raube dir
Die Seel’, die du gerissen
Mit solcher Müh’ aus ihrer Noth,
Ich stürz’ sie willig in den Tod,
Verrath’ sie deinen Feinden.

8. Die Gaben, die von deiner Hand
Ich dankbar soll empfangen,
Die sind’s, die mich von dir gewandt,
Die sind nur mein Verlangen;
Mein Geist klebt dieser Erden an,
Dass er sich nicht aufschwingen kann
Zum Ursprung seines Wesens.

9. Acht dass mein Herz so irdisch ist,
Durch Eitelkeit verdorben,
Dazu voll Ärger, Tück’ und List,
Zum Guten gar erstorben!
Herr, mein, nicht dein, ist diese Schuld,
Doch lass nach deiner Vaterhuld
Mich Gnad’ und Rettung finden.

10. Zerknirsch’, zermalme meinen Sinn,
Wie du hast angefangen!
Hab’ du mein ganzes Herze inn’
Und lass mich Heil erlangen;
Das Heil, das mir Vergebung bringt
Und mich zur Heiligung durchdringt
Aus Christi Tod und Wunden.

11. Den guten Geist, den ich nunmehr
So lange nicht gefühlet,
Lass mir doch wieder kommen her,
Und steu’re dem, der zielet
Auf meinen Untergang und Tod,
Sonst fällt voll Schreckensangst und Noth
Die Seel’ in das Verderben.

12. Lass nicht der vielen Sünden Wust
Mich gar kleinmüthig machen;
Des Sünders Reu’ ist deine Lust,
Der Engel Freud’ und Lachen.
Dein guter Geist geb für und für
Ein Zeugniss meinem Geist in mir,
Dass ich dein Kind und Erbe.

Hits: 15

Spread the love

Added by

David

SHARE

Comments are off this post