LYRIC

Fließt ihr Augen fließt ihr Thränen

Luke 23: 28
Jesu– aber wandte si¡ um zu ihnen und spra¡: Ihr Tö¡ter von Jerusalem, weinet ni¡t über mi¡, sondern weinet über eu¡ selbst und über eure Kinder.

1.
Fließt, ihr Augen, fließt mit Thränen
Und beweinet eure S¡uld;
Bri¡ mein Herz, von Seufzen, Sehnen,
Weil ein Lämmlein in Geduld
Na¡ Jerusalem zum Tod,
A¡! zum Tod für deine Noth
Und der ganzen Welt hinwandelt,
Denk’: a¡! wie hast du gehandelt.

2.
E– soll nun vollendet werden,
Wa– davon ges¡rieben ist
Und warum auf diese Erden
Ist gekommen Jesu– Christ.
S¡auet nun de– Hö¡sten Sohn
In dem Leiden, S¡ma¡ und Hohn,
In den Wunden, in den S¡merzen
Und nehmt alle– wohl zu Herzen.

3.
E– wird in der Sünder Hände
Überliefert Gotte– Lamm,
Daß si¡ dein Verderben wende;
Jud’n und Heiden sind ihm gram
Und verwerfen diesen Stein,
Der ihr E¿stein sollte sein.
A¡! da– leidet der Gere¡te
Für die bösen Sündenkne¡te.

4.
Jesu– steht in Stri¿ und Banden,
Dessen Hand die Welt gema¡t,
In Vera¡tung, Spott und S¡anden
Und wird höhnis¡ ausgela¡t.
Ba¿enstrei¡ und Fäustes¡lag,
Jud’n und Heiden Grimm und Ra¡’
Duldet er für deine Sünden.
Wer kann sol¡e Lieb’ ergründen?

5.
Laß e– dir zu Herzen gehen,
Bess’re und bekehre di¡!
Wer kann diese That ansehen,
Daß man ni¡t bewege si¡?
Jesu– steht an uns’rer Statt;
Wa– der Mens¡ verdienet hat,
Büsset Jesu– und erduldet,
Wa– der Sünder’ hat vers¡uldet.

6.
Er hält seinen heil’gen Rü¿en
Geißeln, Ruth und Peits¡en dar.
Wer kann die– ohn’ Reu erbli¿en,
Wenn die rohe Judens¡aar
Hand anlegt an Gotte– Bild,
Da– so freundli¡, fromm und mild,
Und do¡ na¿end wird gehauen?
Wer kann sol¡en Greul ans¡auen?

7.
Also sollt man dir begegnen,
Du verru¡te– Mens¡enherz;
Aber nun kommt, di¡ zu segnen
Und zu tragen deinen S¡merz,
Jesu– und entblößet si¡,
Und wird dort so jämmerli¡
Abgestraft, zerha¿t, zers¡lagen,
Daß kein Maß no¡ Ziel der Plagen.

8.
Endli¡ wird der S¡luß gespro¡en,
Jesu– muß zum Tode geh’n,
Und der Stab wird nun gebro¡en,
E– hilft hier kein Bitten, Fleh’n.
Barabba– wird losgezählt,
Jesu– wird zum Kreuz gewählt.
Weg mit diesem, dem Verflu¡ten!
Ruft der Haufe der Verru¡ten.

9.
Folge denn zur S¡ädelstätte
Deinem Jesu traurig na¡;
Aber auf dem Wege bete,
Bet’ im Geist mit Weh und A¡:
Daß der Vater auf sein Kind,
Al– den Bürgen für die Sünd’
Sehen woll’ und si¡ erbarmen
Über di¡ Elend’n und Armen.

10.
Muß i¡, Jesu! di¡ denn sehen
Am verflu¡ten Kreuze–pfahl,
A¡, so laß i¡ übergehen
Meine Thränen sonder Zahl.
A¡, erbarm’ di¡ Gotte–lamm!
Da– da hängt am Kreuze–stamm;
A¡ erbarm’ di¡! weil dein Leiden
Mir gedeihen soll zur Freuden.

11.
I¡ will dir ein Opfer geben,
Seel’ und Leib ist meine Gab’;
Jesu! nimm die– arme Leben,
Weil i¡ ja ni¡t– Besser’– hab’;
Tödt’ in mir, wa– dir mißfällt,
Leb’ in mir auf dieser Welt,
Laß mi¡ mit dir leben, sterben,
Und dein Rei¡ im Himmel erben.

12.
Tausendmal sei dir gesungen;
Liebster Jesu, Prei– und Ruhm,
Daß du Höll’ und Tod bezwungen;
Nun i¡ bin dein Eigenthum
Und du meine Freud’ und Wonn’.
Mö¡t’ i¡ di¡, o s¡önste Sonn’,
Bald in deiner Krone sehen!
Komm  dein Leiden ist ges¡ehen!

Amen.

Luke 23: 28
Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst und über eure Kinder.

1.
Fliesst, ihr Augen, fliesst mit Thränen
Und beweinet eure Schuld;
Brich mein Herz, von Seufzen, Sehnen,
Weil ein Lämmlein in Geduld
Nach Jerusalem zum Tod,
Ach! zum Tod für deine Noth
Und der ganzen Welt hinwandelt,
Denk’: ach! wie hast du gehandelt.

2.
Es soll nun vollendet werden,
Was davon geschrieben ist
Und warum auf diese Erden
Ist gekommen Jesus Christ.
Schauet nun des Höchsten Sohn
In dem Leiden, Schmach und Hohn,
In den Wunden, in den Schmerzen
Und nehmt alles wohl zu Herzen.

3.
Es wird in der Sünder Hände
Überliefert Gottes Lamm,
Dass sich dein Verderben wende;
Jud’n und Heiden sind ihm gram
Und verwerfen diesen Stein,
Der ihr Eckstein sollte sein.
Ach! das leidet der Gerechte
Für die bösen Sündenknechte.

4.
Jesus steht in Strick und Banden,
Dessen Hand die Welt gemacht,
In Verachtung, Spott und Schanden
Und wird höhnisch ausgelacht.
Backenstreich und Fäusteschlag,
Jud’n und Heiden Grimm und  Rach’
Duldet er für deine Sünden.
Wer kann solche Lieb’ ergründen?

5.
Lass es dir zu Herzen gehen,
Bess’re und bekehre dich!
Wer kann diese That ansehen,
Dass man nicht bewege sich?
Jesus steht an uns’rer Statt;
Was der Mensch verdienet hat,
Büsset Jesus und erduldet,
Was der Sünder’ hat verschuldet.

6.
Er hält seinen heil’gen Rücken
Geisseln, Ruth und Peitschen dar.
Wer kann dies ohn’ Reu erblicken,
Wenn die rohe Judenschaar
Hand anlegt an Gottes Bild,
Das so freundlich, fromm und mild,
Und doch nackend wird gehauen?
Wer kann solchen Greu’l anschauen?

7.
Also sollt man dir begegnen,
Du verruchtes Menschenherz;
Aber nun kommt, dich zu segnen
Und zu tragen deinen Schmerz,
Jesus und entblösset sich,
Und wird dort so jämmerlich
Abgestraft, zerhackt, zerschlagen,
Dass kein Mass noch Ziel der Plagen.

8.
Endlich wird der Schluss gesprochen,
Jesus muss zum Tode geh’n,
Und der Stab wird nun gebrochen,
Es hilft hier kein Bitten, Fleh’n.
Barabbas wird losgezählt,
Jesus wird zum Kreuz gewählt.
Weg mit diesem, dem Verfluchten!
Ruft der Haufe der Verruchten.

9.
Folge denn zur Schädelstätte
Deinem Jesu traurig nach;
Aber auf dem Wege bete,
Bet’ im Geist mit Weh und Ach:
Dass der Vater auf sein Kind,
Als den Bürgen für die Sünd’
Sehen woll’ und sich erbarmen
Über dich Elend’n und Armen.

10.
Muss ich, Jesu! dich denn sehen
Am verfluchten Kreuzespfahl,
Ach, so lass ich übergehen
Meine Thränen sonder Zahl.
Ach, erbarm’ dich Gotteslamm!
Das da hängt am Kreuzesstamm;
Ach erbarm’ dich! weil dein Leiden
Mir gedeihen soll zur Freuden.

11.
Ich will dir ein Opfer geben,
Seel’ und Leib ist meine Gab’;
Jesu! nimm dies arme Leben,
Weil ich ja nichts Besser’s hab’;
Tödt’ in mir, was dir missfällt,
Leb’ in mir auf dieser Welt,
Lass mich mit dir leben, sterben,
Und dein Reich im Himmel erben.

12.
Tausendmal sei dir gesungen;
Liebster Jesu, Preis und Ruhm,
Dass du Höll’ und Tod bezwungen;
Nun ich bin dein Eigenthum
Und du meine Freud’ und Wonn’.
Möcht’ ich dich, o schönste Sonn’,
Bald in deiner Krone sehen!
Komm  dein Leiden ist geschehen!

Amen.

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Added by

David

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