LYRIC

Herzliebster Jesu wa– hast du verbro¡en

1 Peter 3: 18
Sintemal au¡ Christu– einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gere¡te für die Ungere¡ten, auf daß er un– zu Gott führte, und ist getötet na¡ dem Fleis¡, aber lebendig gema¡t na¡ dem Geist.

1.
Herzliebster Jesu–! wa– hast du verbro¡en,
Daß man ein sol¡’ s¡arf Urtheil hat gespro¡en?
Wa– ist die S¡uld? in wa– für Missethaten
Bist du gerathen?

2.
Du wirst gegeißelt und mit Dorn’n gekrönet,
In’– Angesi¡t ges¡lagen und verhöhnet,
Du wirst mit Essig und mit Gall’ getränket,
An’– Kreuz gehenket.

3.
Wa– ist do¡ wohl die Ursa¡’ sol¡er Plagen?
A¡, meine Sünden haben di¡ ges¡lagen!
I¡, a¡ Herr Jesu! habe die– vers¡uldet,
Wa– du erduldet.

4.
Wie wunderbarli¡ ist do¡ diese Strafe!
Der gute Hirte leidet für die S¡afe;
Die S¡uld bezahlt der Herre der Gere¡te,
Für seine Kne¡te.

5.
Der Fromme stirbt, der re¡t und ri¡tig wandelt;
Der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt;
Der Mens¡ verwirkt den Tod und ist entgangen,
Gott wird gefangen.

6.
I¡ war von Fuß auf voller S¡and’ und Sünden,
Bi– zu dem S¡eitel war ni¡t– Gut’– zu finden;
Dafür hätt’ i¡ dort in der Hölle müssen
Ewigli¡ büssen.

7.
O große lieb’, o lieb’ ohn’ alle Maße,
Die di¡ gebra¡t auf diese Marterstraße!
I¡ lebte mit der Welt in Lust und Freuden,
Und du mußt leiden.

8.
A¡, großer König! groß zu allen Zeiten,
Wie kann i¡ g’nugsam deine Lieb’ au–breiten?
Kein’– Mens¡en Herz vermag e– au–zudenken,
Wa– dir zu s¡enken.

9.
I¡ kann’– mit meinen Sinnen ni¡t errei¡en,
Womit do¡ dein Erbarmen zu verglei¡en.
Wie kann i¡ dir denn deine Liebe–thaten
Im Werk erstatten?

10.
Do¡ ist no¡ etwa–, da– dir angenehme:
Wenn i¡ de– Fleis¡e– lüste dämpf’ und zähme,
Daß sie auf’– Neu’ mein Herze ni¡t entzünden
Mit alten Sünden.

11.
Weil’– aber ni¡t besteht, in eignen Kräften,
Fest die Begierden an da– Kreuz zu heften,
So gieb mir deinen Geist, der mi¡ regiere,
Zum Guten führe.

12.
Al–dann so werd’ i¡ deine Huld betra¡ten,
Au– Lieb’ zu dir die Welt für ni¡t– mehr a¡ten;
Bemühen werd’ i¡ mi¡ Herr, deinen willen
Stet– zu erfüllen.

13.
I¡ werde dir zu Ehren alle– wagen,
Mein Kreuz ni¡t a¡ten, keine S¡ma¡, no¡ Plagen,
Ni¡t– von Verfolgung, ni¡t– von Todes¡merzen
Nehmen zu Herzen.

14.
Die– alle–, ob e– glei¡ gering zu s¡ä”en,
Wirst du e– do¡ ni¡t gar bei Seite se”en;
In Gnaden wirst du die– von mir annehmen,
Mi¡ ni¡t bes¡ämen.

15.
Wenn dort, Herr Jesu! einst vor deinem Throne
Auf meinem Haupt wird steh’n die Ehrenkrone,
Da will i¡ dir, wenn alle– wohl wird klingen,
Lob und Dank singen.

Amen

 

 
1 Peter 3: 18
Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.

1.
Herzliebster Jesus! was hast du verbrochen,
Dass man ein solch’ scharf Urtheil hat gesprochen?
Was ist die Schuld? in was für Missethaten
Bist du gerathen?

2.
Du wirst gegeisselt und mit Dorn’n gekrönet,
In’s Angesicht geschlagen und verhöhnet,
Du wirst mit Essig und mit Gall’ getränket,
An’s Kreuz gehenket.

3.
Was ist doch wohl die Ursach’ solcher Plagen?
Ach, meine Sünden haben dich geschlagen!
Ich, ach Herr Jesu! habe dies verschuldet,
Was du erduldet.

4.
Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!
Der gute Hirte leidet für die Schafe;
Die Schuld bezahlt der Herre der Gerechte,
Für seine Knechte.

5.
Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt;
Der Böse lebt, der wider Gott misshandelt;
Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen,
Gott wird gefangen.

6.
Ich war von Fuss auf voller Schand’ und Sünden,
Bis zu dem Scheitel war nichts Gut’s zu finden;
Dafür hätt’ ich dort in der Hölle müssen
Ewiglich büssen.

7.
O grosse Lieb’, o Lieb’ ohn’ alle Masse,
Die dich gebracht auf diese Marterstrasse!
Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden,
Und du musst leiden.

8.
Ach, grosser König! gross zu allen Zeiten,
Wie kann ich g’nugsam deine Lieb’ ausbreiten?
Kein’s Menschen Herz vermag es auszudenken,
Was dir zu schenken.

9.
Ich kann’s mit meinen Sinnen nicht erreichen,
Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen.
Wie kann ich dir denn deine Liebesthaten
Im Werk erstatten?

10.
Doch ist noch etwas, das dir angenehme:
Wenn ich des Fleisches Lüste dämpf’ und zähme,
Dass sie auf’s Neu’ mein Herze nicht entzünden
Mit alten Sünden.

11.
Weil’s aber nicht besteht, in eignen Kräften,
Fest die Begierden an das Kreuz zu heften,
So gieb mir deinen Geist, der mich regiere,
Zum Guten führe.

12.
Alsdann so werd’ ich deine Huld betrachten,
Aus Lieb’ zu dir die Welt für nichts mehr achten;
Bemühen werd’ ich mich Herr, deinen Willen
Stets zu erfüllen.

13.
Ich werde dir zu Ehren alles wagen,
Mein Kreuz nicht achten, keine Schmach, noch Plagen,
Nichts von Verfolgung, nichts von Todeschmerzen
Nehmen zu Herzen.

14.
Dies alles, ob es gleich gering zu schätzen,
Wirst du es doch nicht gar bei Seite setzen;
In Gnaden wirst du dies von mir annehmen,
Mich nicht beschämen.

15.
Wenn dort, Herr Jesu! einst vor deinem Throne
Auf meinem Haupt wird steh’n die Ehrenkrone,
Da will ich dir, wenn alles wohl wird klingen,
Lob und Dank singen.

Amen

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David

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