LYRIC

I¡ komme Jesu– her zu dir

Galatian– 6: 14
E– sei aber ferne von mir, mi¡ zu rühmen, denn allein von dem Kreuz unser– HERRN Jesu Christi, dur¡ wel¡en mir die Welt gekreuzigt ist und i¡ der Welt.

1.
I¡ komme Jesu–, her zu dir,
Und bring’ dir meine Anda¡t für
Von deinem bittern Kreuz und Leiden;
I¡ habe zwar e– mitgema¡t,
Daß du zum Tode bist gebra¡t,
Do¡ wirst du mi¡ darum ni¡t meiden:
Weil selbst dein Tod die Ursa¡ ist,
Daß du mein Freund geworden bist.

2.
A¡, Heiland! ja, vielmehr al– Freund:
Wer stirbet do¡ für seinen Feind?
Wer dient, der alle Welt regieret?
Wer wird ein Mens¡ und ist do¡ Gott?
Wer liebet für den Himmel Spott?
Wer darbt, von dem da– Brod herrühret?
Thust du e–, liebster Jesu–! ni¡t,
Und da– um fremder Sünden Pfli¡t?

3.
Du selber weißt von keiner S¡uld,
Wa– du hier thust ist lauter Huld:
Du zahlst, wa– i¡ verbro¡en habe;
Du leid’st und da– Verdienst ist mein;
I¡ sollt’ ein Kind de– Tode– sein,
Und du gehst für mi¡ hin zu Grabe,
Du lässest deinen Himmel stehn,
Da i¡ zur Höllen sollte gehn.

4.
S¡au’, blinder Jude! do¡ re¡t zu,
Wen spei’st du an, wen s¡lägest du?
Kannst du an deinem Heil no¡ zweifeln?
Ehrst du den Held au– Juda so?
Bist du um Zion’– Hilf’ so froh?
Mußt’ hierum nur der Himmel träufeln?
Ist so dein König dir genehm,
Du To¡ter von Jerusalem?

5.
Muß ihm e– denn ein Mörder nun
Zuvor in deiner Liebe thun?
Verdammst du den, der di¡ befreiet.
Urtheilst du dem da– Leben ab,
Ohn’ den die ganze Welt ein Grab,
Und kreuzig’st, der di¡ benedeiet?
Do¡ a¡! wa– klag’ i¡ andre an:
I¡ habe diese– selbst gethan.

6.
Mein, mein ist alle Missethat,
Die Jesu–! di¡ gemartert hat;
I¡ muß mi¡ selber nur verklagen:
I¡ fle¡te dir die Dornenkron’,
I¡ spra¡ dir mehr al– alle Hohn,
I¡ habe di¡ an’– Kreuz ges¡lagen;
D’rum denk’, in wa– für Angst i¡ steh’,
Indem i¡ auf dein Leiden seh’.

7.
A¡! ruf’ i¡ dir, mein Heiland zu,
A¡! hö¡ste– Leben stirbest du.
Du A und O! Kannst du di¡ enden!
Neigst du da– Haupt du Haupt der Welt?
Starrt dir die Hand, die alle– hält?
Kann di¡, du Li¡t, der Tod au¡ blenden,
Und fallen dir die Augen ein,
Die mehr al– Mond und Sonne sein?

8.
Dann klag’ i¡: wa– hab’ i¡ gethan?
Wer nimmt si¡ do¡ nun meiner an,
Wenn Gott mi¡ vor Geri¡t wird stellen?
Sein Kind, da– mi¡ hat lo–gebürgt,
Sein einig’– Kind hab’ i¡ erwürgt;
Der Teufel fordert mi¡ zur Höllen;
Im Himmel ist mir alle– feind,
Und von der Erde gilt kein Freund.

9.
Wo find’ i¡ Trost in dieser Pein?
Du kannst allein mein Labsal sein,
Du unverglei¡li¡er Elöser!
Du batest selbst für deine Feind’
Und nahmst den S¡ä¡er an zum Freund;
A¡! sei do¡ gegen mi¡ ni¡t böser.
Du spri¡st, daß alle– sei vollbra¡t;
Wa– ist denn, da– mi¡ traurig ma¡t?

10.
Tro” Höll und Tod! Tro” Teufel, dir!
Ihr habt fort keine Ma¡t an mir,
Mein Jesu– hat si¡ mein erbarmet.
Er beugt den Mund zu meinem ab,
Und liebt den Kuß, den i¡ ihn umarmet;
Wenn i¡ mit dem vereinigt bin,
So g’hör’ i¡ na¡ dem Himmel hin.

11.
O, liebster Bürge, hö¡ster Freund!
Der e– so treuli¡ mit mir meint,
Daß e– von mir ni¡t zu errei¡en;
Hier steh’ i¡ und gelobe dir,
Von nun an nimmermehr allhier
Von deinem Willen abzuwei¡en,
Weil ja mein Leben gar ni¡t– ist,
Wo du mir ni¡t mein alle– bist.

12.
Die Welt ist mir, i¡ ihr ni¡t gut,
Mir ekelt alle–, wa– sie thut,
Un– sie kann ni¡t– mehr al– nur s¡mähen;
D’rum nimm mi¡ nur mit dir in– Grab,
So sterb’ i¡ meinen Sünden ab,
Und werde sauber auferstehen.
Komm’ so, mein Tod und sei gegrüßt,
Der mehr al– tausend Leben ist.
Amen

1.
Ich komme Jesus, her zu dir,
Und bring’ dir meine Andacht für
Von deinem bittern Kreuz und Leiden;
Ich habe zwar es mitgemacht,
Dass du zum Tode bist gebracht,
Doch wirst du mich darum nicht meiden:
Weil selbst dein Tod die Ursach ist,
Dass du mein Freund geworden bist.

2.
Ach, Heiland! ja, vielmehr als Freund:
Wer stirbet doch für seinen Feind?
Wer dient, der alle Welt regieret?
Wer wird ein Mensch und ist doch Gott?
Wer liebet für den Himmel Spott?
Wer darbt, von dem das Brod herrühret?
Thust du es, liebster Jesus! nicht,
Und das um fremder Sünden Pflicht?

3.
Du selber weisst von keiner Schuld,
Was du hier thust ist lauter Huld:
Du zahlst, was ich verbrochen habe;
Du leid’st und das Verdienst ist mein;
Ich sollt’ ein Kind des Todes sein,
Und du gehst für mich hin zu Grabe,
Du lässest deinen Himmel stehn,
Da ich zur Höllen sollte gehn.

4.
Schau’, blinder Jude! doch recht zu,
Wen spei’st du an, wen schlägest du?
Kannst du an deinem Heil noch zweifeln?
Ehrst du den Held aus Juda so?
Bist du um Zion’s Hilf’ so froh?
Musst’ hierum nur der Himmel träufeln?
Ist so dein König dir genehm,
Du Tochter von Jerusalem?

5.
Muss ihm es denn ein Mörder nun
Zuvor in deiner Liebe thun?
Verdammst du den, der dich befreiet.
Urtheilst du dem das Leben ab,
Ohn’ den die ganze Welt ein Grab,
Und kreuzig’st, der dich benedeiet?
Doch ach! was klag’ ich andre an:
Ich habe dieses selbst gethan.

6.
Mein, mein ist alle Missethat,
Die Jesus! dich gemartert hat;
Ich muss mich selber nur verklagen:
Ich flechte dir die Dornenkron’,
Ich sprach dir mehr als alle Hohn,
Ich habe dich an’s Kreuz geschlagen;
D’rum denk’, in was für Angst ich steh’,
Indem ich auf dein Leiden seh’.

7.
Ach! ruf’ ich dir, mein Heiland zu,
Ach! höchstes Leben stirbest du.
Du A und O! Kannst du dich enden!
Neigst du das Haupt du Haupt der Welt?
Starrt dir die Hand, die alles hält?
Kann dich, du Licht, der Tod auch blenden,
Und fallen dir die Augen ein,
Die mehr als Mond und Sonne sein?

8.
Dann klag’ ich: was hab’ ich gethan?
Wer nimmt sich doch nun meiner an,
Wenn Gott mich vor Gericht wird stellen?
Sein Kind, das mich hat losgebürgt,
Sein einig’s Kind hab’ ich erwürgt;
Der Teufel fordert mich zur Höllen;
Im Himmel ist mir alles feind,
Und von der Erde gilt kein Freund.

9.
Wo find’ ich Trost in dieser Pein?
Du kannst allein mein Labsal sein,
Du unvergleichlicher Elöser!
Du batest selbst für deine Feind’
Und nahmst den Schächer an zum Freund;
Ach! sei doch gegen mich nicht böser.
Du sprichst, dass alles sei vollbracht;
Was ist denn, das mich traurig macht?

10.
Trotz Höll und Tod! Trotz Teufel, dir!
Ihr habt fort keine Macht an mir,
Mein Jesus hat sich mein erbarmet.
Er beugt den Mund zu meinem ab,
Und liebt den Kuss, den ich ihn umarmet;
Wenn ich mit dem vereinigt bin,
So g’hör’ ich nach dem Himmel hin.

11.
O, liebster Bürge, höchster Freund!
Der es so treulich mit mir meint,
Dass es von mir nicht zu erreichen;
Hier steh’ ich und gelobe dir,
Von nun an nimmermehr allhier
Von deinem Willen abzuweichen,
Weil ja mein Leben gar nichts ist,
Wo du mir nicht mein alles bist.

12.
Die Welt ist mir, ich ihr nicht gut,
Mir ekelt alles, was sie thut,
Uns sie kann nichts mehr als nur schmähen;
D’rum nimm mich nur mit dir ins Grab,
So sterb’ ich meinen Sünden ab,
Und werde sauber auferstehen.
Komm’ so, mein Tod und sei gegrüsst,
Der mehr als tausend Leben ist.

Amen

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Added by

David

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