Abend Lieder

Nun ruhen alle Wälder

LYRIC

Nun ruhen alle Wälder


1.
Nun ruhen alle Wälder,
Vieh Mens¡en Städt und Felder,
E– s¡läft die ganze Welt,
Ihr aber meine Sinnen,
Auf! Auf! ihr sollt beginnen,
Wa– eurem S¡öpfer wohlgefällt.

2.
Wo bist du Sonn’ geblieben?
Die Na¡t hat di¡ vertrieben,
Die Na¡t, de– Tage– Feind.
Fahr hin! ein andre Sonne,
Mein Jesu–, meine Wonne,
Gar hell in meinen Herzen s¡eint.

3.
Der Tag ist nun vergangen,
Die güld’nen Sternlein prangen
Am blauen Himmelsaal:
Also werd i¡ au¡ stehen,
Wenn mi¡ wird heißen gehen
Mein Gott au– diesem Jammertal.

4.
Der Leib eilt nun zur Ruhe,
Legt ab da– Kleid und S¡uhe,
Da– Bild der Sterbli¡keit,
Die zieh i¡ au–, dagegen
Wird Christu– mir anlegen,
Den Ro¿ der Ehr und Herrli¡keit.

5.
Da– Haupt die Füß und Hände,
Sind froh, daß nun zum Ende
Die Arbeit kommen sei;
Herz, freu’ di¡, du sollst werden,
Vom Elend dieser Erden
Und von der Sünden Arbeit frei.

6.
Nun geht ihr matten Glieder!
Geht hin und legt eu¡ nieder
Der Betten ihr begehrt;
E– kommen Stund und Zeiten,
Da man eu¡ wird bereiten
Zur Ruh ein Bettlein in der Erd.

7.
Mein’ Augen stehn verdrossen,
Im Hui sind sie ges¡lossen,
Wo bleibt dann Leib und Seel?
Nimm sie zu deinen Gnaden,
Sei gut für allen S¡aden,
Du Aug und Wä¡ter Israel!

8.
Breit au– die Flügel beide,
O Jesu–, meine Freude!
Und nimm dein Kü¡lein ein!
Will Satan mi¡ vers¡lingen,
So laß die Englein singen:
Die– Kind soll unverle”et sein.

9.
Au¡ eu¡, ihr meine Lieben,
Soll heute ni¡t betrüben
Ein Unfall no¡ Gefahr:
Gott laß eu¡ selig s¡lafen,
Stell eu¡ die güldnen Waffen
Um’– Bett, und seiner Engel S¡aar.

Amen.

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Added by

David

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