Abend Lieder

Walts Gott mein Werk ich

LYRIC

Walt– Gott mein Werk i¡

Psalm 127: 2
E– ist umsonst, daß ihr früh aufstehet und herna¡ lange si”et und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er’– s¡lafend.

1.
Walt’– Gott! mein Werk’ i¡ lasse,
Die Sonn’ Fei’rabend meld’t,
Sie hat vollend’t ihr’ Strasse,
S¡lei¡t wieder in ihr Zelt;
So mögen au¡ mein’ Sa¡en
Anstehen dieser Zeit,
I¡ will Fei’rabend ma¡en
Mit s¡uld’ger Dankbarkeit.

2.
Mein’ Augen, Herz und Hände,
O Jesu–, Gotte– Sohn!
Zu dir i¡ nunmehr wende
Zum s¡uld’gen Tagelohn:
Denn du bist selbst getreten
An meine Werk–tatt gut,
Hast helfen mir arbeiten,
Regiert mein’n Sinn und Muth.

3.
Mein Haupt hast du gestärket,
Den Fingern geben Kraft,
Hab’ deinen Seg’n vermerket,
Der allen Nu”en s¡afft.
Daher ist wohl gerathen
Mein’ Arbeit und mein’ Kunst,
Ohn’ di¡ geht ni¡t– von Statten,
Ohn’ di¡ ist all’– umsonst.

4.
D’rum i¡ von Herzen–grunde,
Di¡, Herr Gott! lob’ und prei–’
In dieser Abendstunde,
Und bitt’ mit ganzem Fleiß’
Du wollest gnädig hören
Mein arme– Na¡tges¡rei,
Da– thu’ in mir vermehren
Dur¡ deine Güt’ und Treu’.

5.
Glei¡wie vor alten Zeiten
Du hast viel Gut’– erzeigt
De– Abend– denen Leuten,
Der’r Herz si¡ zu dir neigt
Und fest auf di¡ gebauet;
So woll’st du au¡ geruh’n
Wie unser Herz dir trauet,
Un– Lieb’– und Gut’– zu thun.

6.
Al– Noah hatt’ gelassen
Ein Täublein au– dem S¡iff,
Kehrt’– wieder seine Strassen
Und bra¡t ein’n Friedensbrief;
Zur Vesperzeit im Munde
Führt e– ein Oelblatt grün,
D’rau– Noah wohl verstunde,
De– Herren Zorn wär’ hin.

7.
Zween heil’ger Engel kamen
De– Abend– zu dem Lot,
In ihren S¡u” ihn nahmen
Wider die gottlo–’ Rott’,
Erlösten den Propheten;
Bald S¡wefel fiel und Feu’r,
Ma¡t’ den gottlosen Städten
Ihr Freud’ und Frevel theu’r.

8.
Na¡ sol¡er Art wir lesen,
Da Eli, der Prophet,
Im Hungerland gewesen,
Hört! wa– der Herre thät:
Vögel gedienet haben
Zu Tis¡ dem Gotte–mann,
Abend– und Morgen– Raben
Brod und Fleis¡ bra¡t’n heran.

9.
So woll’st du, Herr! un– geben
Abend- und Morgen-brod
Und wa– zu diesem Leben
Un– allenthalb’n ist noth;
Dein’n Engel woll’st au¡ s¡i¿en,
Auf daß er un– bewahr’
Vor’– Teufel– List und Stri¿en,
So sind wir ohn’ Gefahr.

10.
Erhöre unser Bitten,
A¡ Herr, du treuer Gott;
Die Stadt woll’st du behüten
Vor Feu’r und aller Noth.
Und weil die Völker toben,
Erregen Krieg und Streit,
So sende un– von oben
Den Fried’n zu unsrer Zeit.

11.
Ja, weil’– will finster werden
Um’– Worte– Gnadenli¡t,
Der Satan auf der Erden
Viel Ke”erei anri¡t’t,
So bleib bei uns, Herr Christe,
Mit deinem Gnadens¡ein,
Dein werthe– Wort un– friste,
Alsdann wir sieher sein.

12.
Hiermit i¡ nun vollende
Mein Tag’– ges¡äft und Sa¡’,
Und herzli¡ bitt’ zu Ende,
Herr! den Fei’rabend Ma¡’;
Drauf der Sabbath angehet,
Der währt viel tausend Jahr’,
Der ewigli¡ bestehet.
Amen, da– werde wahr!

Amen

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Added by

David

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