De–halben so ist mein treuer Rat

1.
De–halben so ist mein treuer Rat,
Johanne– in dem dritten steht,
Wir müssen neugeboren sein,
Da– Himmelrei¡ zu nehmen ein.
Wel¡ Neugeburt der Gott Vater leist,
Dur¡ seinen Sohn im Heiligen Geist,
Denn Christu– selbst, da– Wasser ist,
Dadur¡ gewas¡en wird ein Christ.

2.
So laßt un– fleißig bitten Gott,
Der ni¡t begehrt de– Sünder– Tod,
Daß er un– Sünder wolle bekehren,
Au– Geist und Wasser neugebären;
Denn die Geburt au– Adam– Fleis¡,
Versteht si¡ ni¡t auf Gotte– Geist,
Hat au¡ sonst freien Wissen ni¡t,
Denn wa– da äußerli¡ ges¡ieht.

3.
Die Neugeburt mit si¡ bringt Kraft,
Daß der Mens¡ Gotte– Willen s¡aft,
Wo nun der Geist de– Herrn ist,
Da ist Freiheit zu aller Frist,
Wem Gotte– Geist tut ma¡en frei,
Der tut sein’ Willen au¡ dabei.

4.
Denn der alte unerneuerte Mens¡,
Soll die Sa¡ au¡ vernehmen re¡t,
Ob du s¡on ein Christ wirst genannt,
Hörest Predigt und Wort Gotte– viel,
Jedo¡ an dem freien Willen gebri¡t–,
So lang er ni¡t wahrgläubig ist.

5.
Daß er au¡ Gott ni¡t kann gefallen,
Ja au¡ in seinen Werken allen,
Weil Gott au¡ will sein Werk belohnen,
Da– er ni¡t selber hat getan.
So ein re¡t wahrer Christe leidet,
In sol¡en wird Gott allezeit,
Zum Guten Hilf und Kraft verleihen.

6.
Darum so du ein Christ willst sein,
Und ni¡t ewig willst leiden Qual und Pein,
So mußt du sol¡en Glauben üben,
Der dur¡ die S¡rift, wird vorges¡rieben,
Bedenke au¡ zu aller Frist,
Wa– obgemeldt erzählet ist.

7.
Daß wir dur¡ Adam alle gestorben,
Sein an der Seele ganz verdorben,
Nun hat au– Lieb der ewige Gott,
Si¡ angenommen unserer Not,
Für un– sein hö¡ste– Gut dargeben,
Daß wir nun dur¡ ihn mö¡ten leben.

8.
Und ist sein eingeborner Sohn,
An den wir sollen glauben tun,
Daß er dur¡– bittere Leiden sein,
Un– hat erlöst von Sünden Pein,
Und unter seinen S¡irm genommen,
Treuli¡ zu s¡affen, wa– un– frommet,
Will un– au¡ nimmer Waisen lahn,
In unsern Herzen Wohnung han.

9.
Nun liebe– Kind, so hab’ gut a¡t,
Die Wohltat Gotte– ho¡ betra¡t,
Daß er da– seine hat getan,
Will e– ni¡t an ihn mangeln lahn,
So will e– je”t an un– gelangen,
Daß wir au¡ greifen na¡ der Stangen,
Und un– re¡t s¡i¿en auf der Bahn,
Die Sa¡ mit Gott tun greifen an.

10.
Ni¡t wie bi–her ges¡ehen ist,
Allein mit dem Mund sein ein Christ;
Da Gotte– Wort mit leerem S¡ein,
Muß aller Bo–heit De¿el sein.
Wer aber Gott für¡t und tut re¡t,
Der ist dem Herrn ein lieber Kne¡t.

11.
Wo man ni¡t baut auf re¡ten Grund,
Herna¡ straft Gott zu aller Stund,
Den Mißbrau¡ zu aller Frist,
Wie e– denn nun vor Augen ist,
Gott helf un–, daß wir mögen bestehn,
Zu wandeln auf der re¡ten Bahn.

12.
Also findet si¡ mit Wahrheit fein,
Daß die so wahre Christen sein,
Und neugebor’n au– Gotte– Geist,
Und re¡t wahrgläubig allermeist,
Zum Guten freien Willen haben,
Vom Geber aller guten Gaben,
Denn er Gewalt hat denen geben,
Die an sein’ Nam’ re¡t glauben eben,
Daß sie sollen werden Gotte– Kind.

13.
Au¡ der Worte Pauli di¡ errinnere,
Seine– Sohne– er ni¡t vers¡onet hat,
Gab ihn für un– dahin in Tod,
Sollt er un– mit ihm ni¡t alle– s¡enken,
Darauf hast du di¡ au¡ zu bedenken,
Und wie der heilige Christ bekennt,
Ein willige– Kind di¡ Christu– nennt.

14.
Al– die si¡ selbst dahin begeben,
Ohn’ Wanken von Herzen, Gott zu leben,
Und willig sein in guten Werken,
Dazu sie Gott tut selber stärken,
Daß ihnen seine Last ni¡t bes¡werli¡ ist,
Und sein Jo¡ ganz sanft zu aller Frist,
All seine Gebote sind ihnen ni¡t s¡wer,
Dur¡ den, so ist’– ihr Gott und Herr.

15.
Sol¡’ ist de– neuen Mens¡en Art,
Der si¡ in Gotte– Befehl ni¡t spart,
Von Gotte– Geist dazu getrieben,
Find man in Pauli fein ges¡rieben,
So laßt un– bitten um die Sa¡,
Daß Gott neu’ Mens¡en au– un– ma¡,
Verändern unser Herz und Gemüt,
Vor allem Argen un– behüt,
Und re¡ten Glauben un– verleih,
Der au¡ lebendig und tätig sei.

16.
Dadur¡ in unsere Herzen komme,
Gott, der un– ma¡t gere¡t und fromme,
Daß wir un– zu der Buß begeben,
Zu bessern unser ganze– Leben,
Der Sünd allzeit zu widerstehn,
Dem Fleis¡ ni¡t seinen Willen lahn,
Der Welt mit ihrem argen Leben,
Und au¡ dem Satan widerstreben,
Wel¡’ Feind dann hat ein jeder Christ,
So lang er hier auf Erden ist,
Darum hüt di¡ vor ihrem Betrug und List;
Amen, sol¡e– werde wahr.
Amen.

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DT

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